Zum Hauptinhalt springen

Moderne Kunst

Kandinsky, Warhol, Street Art und ein ganzes Atelier in Rot: Wer es lieber modern und zeitgenössisch mag, findet zwischen Kunstareal, Altstadt und Englischem Garten jede Menge Stoff. Sieben Häuser für Moderne und Gegenwartskunst, plus ein Tipp für alle, die den Abstecher nach Solln wagen.

Lenbachhaus und Kunstbau

Foto: Lenbachhaus und Kunstbau
Die Städtische Galerie residiert in der ehemaligen Künstlervilla von Franz von Lenbach am Königsplatz, ergänzt durch den Kunstbau unter der Erde. Hier hängt die weltweit größte Sammlung des Blauen Reiters: Kandinsky, Münter, Marc und ihre Weggefährten zeigen, wie aufregend der Aufbruch in die Moderne war. Daneben laufen „Was zu verschwinden droht“ mit Werken des 19. Jahrhunderts und „Shifting the Silence“ mit zeitgenössischer Kunst. Von 18 bis 24 Uhr steht außerdem die Laterne offen: Bei „Up in die Laterne!“ kann man mitmachen, lesen, etwas trinken oder einfach eine Pause einlegen.


Adresse: Luisenstraße 33
Bus-Tour: 90 Linie Zentral, 92 Tour West
Barrierefreiheit: barrierefrei (Details als PDF)
Mehr Infos: Programm im Lenbachhaus



Museum Brandhorst

Foto: Museum Brandhorst
Das Museum Brandhorst erkennt man schon von Weitem an seiner Fassade aus Tausenden bunten Keramikstäben. Dahinter wartet eine der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland, mit Werken von Andy Warhol, Rineke Dijkstra, Laura Owens und vielen mehr. Ein Höhepunkt ist Cy Twomblys Lepanto-Zyklus, der einen eigenen Saal hat. Die Ausstellung „Long Story Short“ führt durch die Kunst von den 1960er-Jahren bis heute und bringt bislang nie gezeigte Werke mit den Ikonen des Hauses ins Gespräch. Bei „Carrying“ bespielen internationale Künstlerinnen und Künstler geschichtsträchtige Orte in und um das Museum, darunter das Türkentor.


Adresse: Theresienstraße 35 a
Bus-Tour: 90 Linie Zentral, 93 Tour Schwabing
Barrierefreiheit: barrierefrei
Mehr Infos: Programm im Museum Brandhorst



Pinakothek der Moderne

Foto: Pinakothek der Moderne
Die Pinakothek der Moderne gehört zu den größten Museen für Kunst, Architektur und Design des 20. und 21. Jahrhunderts in Europa. Vier Museen teilen sich hier ein Dach und über 13.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche: Kunst, Grafik, Architektur und Design. In „Between & Beyond“ wird der Ausstellungsraum selbst Teil der Kunst, mit Arbeiten von Dan Flavin, Lucio Fontana und rund 20 weiteren Künstlerinnen und Künstlern ab 1960. Das niederländische Duo Klarenbeek & Dros verbindet in „Design of the Unusual“ lebende Organismen mit moderner Technik, und „CONVIVIUM“ zeigt in zwölf Kapiteln, wie unser Essen heute produziert wird. Dazu gibt es Vermittlungsangebote: „UNEXPECTED“ von 18 bis 21 Uhr, Museumsgespräche bei „talk talk“ von 19 bis 21 Uhr und „Open4Making – Wir sind die Roboter!“ von 19 bis 22 Uhr.


Adresse: Barer Straße 40
Bus-Tour: 90 Linie Zentral, 93 Tour Schwabing
Barrierefreiheit: barrierefrei
Mehr Infos: Programm in der Pinakothek der Moderne



Sammlung Goetz / Schaufenster

Foto: Sammlung Goetz / Schaufenster
Die Sammlung Goetz zählt zu den bedeutendsten privaten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Europa, und im Schaufenster mitten in der Innenstadt zeigt sie wechselnde Ausstellungen. Aktuell ist der in Los Angeles lebende Künstler Sterling Ruby zu sehen. Sein Werk lässt sich kaum auf eine Gattung festlegen: Skulpturen, Keramiken und Bronzen, Collagen, Textilarbeiten und riesige Gemälde mit Sprühfarbe. Die Auswahl stammt aus den Jahren 2008 bis 2016 und gibt einen kompakten Einblick in sein vielschichtiges Schaffen.


Adresse: Pacellistraße 5
Bus-Tour: 91 Tour Innenstadt
Barrierefreiheit: teilweise barrierefrei
Mehr Infos: Programm in der Sammlung Goetz



Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA)

Foto: MUCA
Das MUCA sitzt in einem ehemaligen Umspannwerk mitten in der Altstadt und ist Deutschlands erstes Museum für Urban Art. Jetzt wird es zehn und feiert das mit allen Gästen. Seit 2016 zeigt das MUCA ikonische Werke international bekannter Künstlerinnen und Künstler neben spannenden Neuentdeckungen. Zum Jubiläum gibt es Einblicke in die Geschichte des Hauses, Meisterwerke aus der Sammlung, Drinks und Easy-Listening-Sound. Für einzelne Programmpunkte ist eine Anmeldung nötig.


Adresse: Hotterstraße 12
Bus-Tour: 91 Tour Innenstadt
Barrierefreiheit: teilweise barrierefrei
Mehr Infos: Programm und Anmeldung im MUCA



Espace Louis Vuitton München

Foto: Espace Louis Vuitton München
Im Ausstellungsraum über dem Louis-Vuitton-Haus an der Maximilianstraße sind regelmäßig Werke aus der Sammlung der Fondation Louis Vuitton zu sehen. Diesmal steht der polnische Maler Wilhelm Sasnal im Mittelpunkt. Er nimmt Alltags- und Pressefotos als Ausgangspunkt, vereinfacht und zerlegt sie und schafft so Räume zwischen Sichtbarem und Verborgenem. Dabei geht es um die Frage, wie Bilder, Geschichte und Erinnerung zusammenhängen und was Malerei heute noch leisten kann.


Adresse: Maximilianstraße 2a
Bus-Tour: 91 Tour Innenstadt
Barrierefreiheit: teilweise barrierefrei, barrierefrei bis 19 Uhr nach Anmeldung unter info_espace.de@louisvuitton.com (Details als PDF)
Mehr Infos: Programm im Espace Louis Vuitton



Haus der Kunst

Foto: Haus der Kunst
Das Haus der Kunst am Südrand des Englischen Gartens ist eines der international bekanntesten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst und zeigt ohne eigene Sammlung immer wieder neue Ausstellungen. Aktuell spinnt Tomás Saraceno hier „Verwobene Welten“: Seine bisher größte Ausstellung in Deutschland ist in enger Zusammenarbeit mit indigenen Gemeinschaften im Norden Argentiniens entstanden und dreht sich um ökosoziale Gerechtigkeit und das Zusammenleben aller Lebewesen. Außerdem zu sehen sind wegweisende Videokunst, Schätze aus dem Eisbach und künstlerische Blicke auf das historische Gebäude.


Adresse: Prinzregentenstraße 1
Bus-Tour: 90 Linie Zentral, 94 Tour Ost
Barrierefreiheit: barrierefrei (Details als PDF)
Mehr Infos: Programm im Haus der Kunst



Tipp: Archiv Geiger

Foto: Archiv Geiger
Rupprecht Geiger gehört zu den wichtigsten Vertretern der abstrakten Malerei nach 1945 und ist berühmt für seine leuchtenden Farbflächen in Rot und Pink. Der Abstecher nach Solln lohnt sich: In seinem ehemaligen Atelier erlebt man sein Werk genau dort, wo es entstanden ist, und taucht tief in die Welt der Farbe Rot ein. Kurzführungen von etwa 45 Minuten gibt es um 18, 19, 20 und 22 Uhr, eine Anmeldung ist nicht nötig. Wichtig: Der letzte Einlass ist schon um 21:30 Uhr.


Adresse: Muttenthalerstraße 26, Solln
Anfahrt: kein Shuttle-Stopp, S-Bahn S7 bis Solln
Barrierefreiheit: teilweise barrierefrei
Mehr Infos: Programm im Archiv Geiger

Nach oben