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Das war Die 19. Lange Nacht der Münchner Museen am 14. Oktober 2017

Auch zur 19. Langen Nacht der Münchner Museen wollten die Lichter in Münchens Kunst- und Kulturtempeln gar nicht mehr ausgehen. Bis in die frühen Morgenstunden zogen die Besucher von Museum zu Museum und nutzten die Gelegenheit in verschiedene, vielleicht auch noch unbekannte, Museen, Sammlungen, Galerien und Kirchen „hineinzuschnuppern“. Bei außergewöhnlich milden Temperaturen genossen nach ersten Schätzungen etwas über 20.000 Besucher die Dauer- und Sonderausstellungen der Ausstellungshäuser, vielerorts gekrönt von einem einzigartigen Rahmenprogramm.

Bevor am Abend der offizielle Startschuss zur Museumsnacht fiel, konnten neugierige Kinder bereits ab 14 Uhr beim Nachmittagsprogramm ihren Wissensdurst stillen oder in Workshops ihrer Kreativität freien lauf lassen.
Wie gewohnt starteten dann um 18.45 Uhr die ersten Shuttlebusse der MVG und brachten die Besucher zu den Ausstellungsorten.

Bereits zu Beginn herrschte großer Andrang im Kunstareal: Besonders begehrt waren die großen Kunsttempel und Sammlungen wie das Lenbachhaus, die Glyptothek, die Antikensammlungen, das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, die Pinakothek der Moderne, die Neue Pinakothek oder das Museum Brandhorst.

Aber auch kleinere Häuser und naturwissenschaftliche Sammlungen freuten sich über reges Interesse, wie etwa das Museum Reich der Kristalle, das Paläontologische Museum oder das Geologische Museum. Im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke drängte sich ebenfalls mehr Publikum als gewöhnlich, denn hier war ein russischer Pantomimekünstler zu Gast und die Besucher waren außerdem eingeladen, an einem Selfie-Wettbewerb teilzunehmen.

Eine erfolgreiche Lange Nacht-Premiere feierten das MUCA – Museum of Urban and Contemporary Art – hier bildete sich bereits in der ersten Stunde eine Warteschlange, die die Gäste aber nicht von einem Besuch abhalten konnte. Genauso wie beim Münchner Blaulicht e.V.: Hier waren die Krimitouren nach kurzer Zeit restlos ausgebucht.

Zum zweiten Mal dabei war das Schwabinger Tor im Münchner Norden, wo in der Tiefgarage eine interaktive audiovisuelle Installation zu erleben war. Auch sieben Kirchen waren insgesamt mit von der Partie und boten viel Ungewöhnliches: In der Kirche St. Lukas etwa füllte ein gigantischer Stoffballon den Raum und in der Kirche St. Ludwig war eine Lichtinstallation zu bewundern.

Großer Andrang herrschte auch auf der Tour Ost im Bayerischen Nationalmuseum, im Museum Villa Stuck oder im Deutschen Museum, wo sich alles um das Thema „Energie“ drehte.

Ein weiteres Lange Nacht-Highlight war der Abend im Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung: Neben den Fotohighlights von Martin Parr, sorgten die Livebands „Guru Guru und der Elektrolurch“ und „The Crazy World of Arthur Brown“ für Stimmung.

Zahlreiche Nachtschwärmer erkundeten zu Fuß die Vielfalt der Häuser der Innenstadt und pendelten begeistert zwischen Münchner Stadtmuseum und Jüdischen Museum am St.-Jakobs-Platz, sowie zwischen Rathausgalerie, Infopoint, Kunstarkaden am Marienplatz und Museum Fünf Kontinente an der Maximilianstraße.

Ein besonders stimmungsvoller Besuch erwartete die Gäste in Nymphenburg: Im bunt eingeleuchteten Gewächshaus des Botanischen Gartens konnte man eine Reise durch die exotische Pflanzenwelt genießen, das Museum Mensch und Natur zeigte neben der Dauerausstellung auch eine aktuelle Foto-Ausstellung. Von hier aus machten sich schließlich viele Technikfans auf den Weg nach Karlsfeld, wo das Werksmuseum der MTU Aero Engines geöffnet hatte. Wer wollte, konnte sich dort außerdem von Mitarbeitern durch die eindrucksvolle Sammlung von historischen Flugmotoren bis hin zu modernen Antrieben führen lassen und Fragen stellen.

Bis 2 Uhr morgens konnten die Gäste noch durch die Museen ziehen – wer danach nicht nach Hause gehen wollte, der konnte die Nacht im Night Club des Hotels Bayerischer Hof ausklingen lassen.

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Impressionen aus der Langen Nacht 2017: